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Emil-Frank-Institut vertreten durch Michael Ternes

The study of Religions in a changing Europe: Integrity, Translation and Transformation

In Kooperation der Irish School of Ecumenics at Trinity College Dublin und der gastgebenden Theologischen Fakultät an der Marmara Universität Istanbul wurde vom 26. – 29.04.2011 eine Tagung unter dem Titel „The study of Religions in a changing Europe: Integrity, Translation and Transformation“ abgehalten.Träger dieser Veranstaltung war die ESITIS (European Society for intercultural theology and interreligious studies), gegründet am 19. März 2005 in Amsterdam.

Ziel dieser Gesellschaft ist es, Forschung und Erziehung in interkulturellem und interreligiösem Theologiestudium, Religionswissenschaft, Anthropologie und Philosophie für Studierende und Postgraduierte anzuregen und zu koordinieren.

Eben unter dieser Zielsetzung tagte die Konferenz in Istanbul und brachte Studierende und Lehrende von internationaler Herkunft und verschiedenen Religionszugehörigkeiten zusammen. Aus dem Team des Emil-Frank-Instituts nahm Dipl. Theol. Michael Ternes an der Tagung teil.

Eröffnet wurde die Konferenz durch Dr. Rahim Acar (Istanbul) und Dr. Hintersteiner (Dublin), die beiden leitenden Organisatoren, Prof. Dr. Leivrik (Oslo), Prof. Dr. Kücüc, den Dekan der Marmara Universität, den stellvertretenden Oberrabbiner Yusuf Altintas, einen Vertreter des griechisch-orthodoxen Patriarchen, Sayin Bartholomeos, Prof. Mustafa Cagirici, den Obermufti Istanbuls und Prof. Hamza Kandur, dem Vizepräsidenten der Marmara Universität Istanbul.

Der Festvortrag unter dem Titel „Intercultural and interreligious relation: The Istanbul experience“ wurde von Dr. Hadi Adanali (Ankara) in Stellvertretung für Herrn Staatssekretär Mehmet Aydin gehalten. Die Eröffnungsveranstaltung fand ihren Platz in der Ibrahim Uzuncu Aula auf dem Campus der Marmara Universität. Ab dem zweiten Tag fand die Tagung in der Theologischen Fakultät, der Ilahiyat Fakultät auf dem Goztepe Campus statt.

In zahlreichen Hauptvorträgen, die das Gesamtthema aus historischer, politischer, pädagogischer, akademischer, hermeneutischer und abschließend europäischer Sicht betrachteten, wurden Ansätze aufgezeigt, wie Interkulturalität und Interreligiösität geschehen und geschehen können. Zwischen den Hauptvorträgen war Raum für short paper sessions, im Rahmen derer Lehrende und Studierende ihre Forschungsergebnisse präsentieren und zur Diskussion stellen konnten.

In der religions-politisch bedeutsamen Stadt Istanbul fand die Tagung an einem geeigneten Ort statt, um sich diesem unausweichlichen und gegenwartsrelevanten Thema in einer freundschaftlichen und zugleich tiefgründigen Weise zu widmen. Netzwerke wie etwa ESITIS vereinfachen die Kooperation, um Nationen und Religionen ins Gespräch zu bringen. Der Tagung hallt der tiefe Eindruck nach, dass kulturreligiöse Begegnung allerorts ernst genommen werden muss, orientiert an symbolischen historischen Orten wie etwa Istanbul, aber eben nicht nur dort.