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Am Donnerstag, den 27.11.2008, um 20.00 Uhr, referierte der Ägyptologe und Archäologe Dr. Stefan Pfeiffer von der Universität Mannheim im Rahmen des Emil-Frank-Forums über die bedeutende jüdische Gemeinde in Alexandria.

Nach der Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen und später Augustus waren die Juden nur noch eine von mehreren Minderheiten in dem Land am Nil. Anhand von bisher unbekannten Papyrusfunden konnte der Referent anschaulich zeigen, dass die jüdische Gemeinde gegenüber den einheimischen Ägyptern sogar bevorzugt war. Rechtlich standen nur noch die Griechen und römischen Bürger über Ihnen. Als die Juden versuchten, auch die Rechte der römischen Bürger zu erlangen, setzten sich die privilegierten Gruppen zur Wehr. Es kam daraufhin in Alexandria erstmals in der Geschichte zu einem Pogrom an einer jüdischen Gemeinde.

Antiker Stadtplan von Alexandria. Das jüdische Viertel befand sich im Osten der Stadt.