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Am 15. September lud das Emil-Frank-Institut im Rahmen des Jubiläums „700 Jahre Juden in Wittlich“ zu einem Vortrag von Michael Anschütz aus Prümzurlay über „Salman von Wittlich und die Familien von der Leyen und Neuerburg“ in die Stadtbücherei Wittlich ein.

Der Bankier Salman ist einer der wenigen namentlich bekannten Mitglieder der ersten jüdischen Gemeinde von Wittlich, die von 1309 bis 1418 bestand. Sein Einfluss reichte zeitweilig bis in höchste Adelskreise hinein. Beleg dafür ist unter anderem die Tatsache, dass ihm erlaubt wurde, ein Siegel zu führen, was für damalige Juden nur sehr selten nachzuweisen ist. Anhand von Schuldurkunden stellte der Referent Salmans Beziehungen zu den Familien von der Leyen und Neuerburg sehr anschaulich dar. Hinter den geschäftlichen Verträgen konnte er sogar private Beziehungen zwischen Salman und seinen christlichen Geschäftspartnern aufdecken, was im Anschluss angeregt von den Zuhörern diskutiert wurde.

Siegel Salmans von Wittlich, das zwei aus einem Kelch trinkende Vögel zeigt. Die hebräische Legende lautet:  Schlomo, Sohn des Schmuel, der leben möge.