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Am Wochenende vom 17. und 18. Oktober fand die diesjährige Studienfahrt nach Troyes und Laon statt. Die Gegend um Troyes galt im Hochmittelalter als europäisches Finanz- und Wirschaftszentrum sowie als das kulturelle jüdische Zentrum schlechthin. 

Dies hängt insbesondere mit Raschi, dem bis heute wohl bedeutendsten jüdischen Bibelexegeten, und seinen Schplern zusammen. Interessanterweise wurde die christliche Bibelauslegung zur gleichen Zeit von Anselm von Laon und seinen Schülern revolutioniert. Neben Rundgängen in Laon mit einer der frühesten gotischen Kathedralen und einem Nachbau der Heilig-Grabkapelle sowie in Troyes mit dem egemaligen jüdischen Viertel und dem Raschiinstitut standen daher auch die Gemeinsamkeiten im damaligen christlich-jüdischen Bibelverständnis auf dem Programm. Da die ersten Wittlicher Juden vermutlich aus der Champagne eingewandert sind, bildete die Fahrt zudem einen für alle Teilnehmer rundweg gelungenen Höhepunkt zu den Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums "700 Jahre Juden in Wittlich".

Wittlicher Gruppe vor der
Kathedrale von Laon

Konferenzraum des Raschiinstituts mit der aus den
Buchstaben des Namens Raschi gebildeten Friedenstaube von Raymond Moretti