Mir lebn ejbik – Texte und Lieder aus Ghetto und KZ

Gudrun Werner kleinEs ist bekannt, dass Lagerleitungen Orchester unterhielten, die nicht nur die Märsche zu Arbeitseinsätzen oder in den Tod spielen und Foltergeräusche überdecken soll­ten, sondern auch spezielle Programme zur Erbauung der NS-Schergen aufführen mussten. Daneben gab es aber auch eine ganz andere „Lager-Kultur“. So fanden jü­dische und andere politische Gefangene - teils heimlich und unter Lebensgefahr, teils geduldet - Wege, in ihrer sogenannten Freizeit in verschiedensten Formen künstle­risch tätig zu sein.

An diesem Abend stehen Texte und Lieder im Vordergrund, die Hoffnung gaben, den Zusammenhalt der Internierten und ihren Mut zur Gegenwehr oder auch nur zum Durchhalten stärkten – oder zumindest zeitweise Vergessen schenken konnten.

Zum Vortrag kommen bekannte wie weniger bekannte Zeugnisse des kreativen Schaffens von erwachsenen wie auch jugendlichen Künstlern.

Die Lieder sind zum großen Teil in Ghettos und KZ entstanden und haben somit meist unmittelbaren Bezug zu den Umständen ihrer Entstehung. Komponisten und Texter sind daher überwiegend jüdisch, so dass einige Beiträge in jiddischer Sprache vorgetragen werden.

Daneben werden Gedichte, Zeitzeugenberichte und andere Hintergrundinformatio­nen zu hören sein.

Gudrun van Brandwijk (Gesang, Textvortrag) und Werner Knopp (Flügel) werden un­terstützt von Hans Ortwin Neuberger (Geige).

Beginn: 19.00 Uhr (Einlass 18.15) Eintritt frei

Ort: Synagoge Wittlich