Antisemitismus im RechtsRock

Titel Folie kleinSeine Forschungsergebnisse zum Antisemitismus in der populären Musik präsentierte der Buchautor Tim Büchner auf Einladung des Emil-Frank-Instituts am 24. August in der Wittlicher Synagoge vor etwa 200 Schülerinnen und Schülern sowie vielen weiteren Interessierten.

 

 

Am Beispiel des „RechtsRock“ deckte er zunächst die Codes auf, mit denen die rassistischen und antisemitischen Botschaften unterschwellig an die Zuhörer gebracht und diese zugleich durch vertraute Musikstrukturen allmählich in die rechte Szene gezogen werden. Das Phänomen hat sich inzwischen auf alle gängigen Musikstile verbreitet, die von Jugendlichen rezipiert werden, und bleibt nicht alleine auf die Rockmusik beschränkt.

Pressefoto kleinIn der anschließenden Diskussion am Beispiel aktueller Rap-Musik wurde die Problematik deutlich, unterschwellige Botschaften zu erkennen und kritisch zu hinterfragen. Dazu Positionen zu beziehen, sich öffentlich zu distanzieren und somit einen Beitrag zur Sensibilisierung, Ablehnung und aktiven Widerstand zu leisten, fällt Jugendlichen nicht leicht. Vortrag und Meinungsaustausch konnten den Impuls geben, das offene Gespräch über dieses Thema mit den Jugendlichen durch Schule und Elternhaus zu unterstützen.

Die Veranstaltung fand statt in Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für Antisemitismus Dieter Burgard.

Fotos: Klaus Wahl