Luther und die Juden

Jdischer Friedhof Worms kleinAm 24. September 2017 veranstaltete das Emil-Frank-Institut Wittlich eine Tagesfahrt nach Worms und Landstuhl.

Mit Gästen aus dem Wittlicher und Trierer Raum startete ein bequemer Reisebus pünktlich um 08.00 Uhr Richtung Pfalz. Bereits auf dem Weg informierte René Richtscheid, Geschäftsführer des Instituts, über die Burgen und kleinen Herrschaften und ihre Judenpolitik.

 

Alte Synagoge Worms kleinIn Worms widmete sich die Gruppe zuerst dem jüdischen Viertel, besuchte dort das Raschihaus (Jüdisches Museum) und die Synagoge. Nach der Mittagspause wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum „Heiligen Sand“, dem ältesten Judenfriedhof nördlich der Alpen, geführt.

Der Dom, ein wichtiges Zeichen der katholischen Kirche, war der nächste Besuchspunkt. Dabei gab es auch Gelegenheit, anhand der Synagoga-Darstellung am Portal auf die christlich-jüdischen Konflikte, aber auch auf die durchaus gedeihliche Zusammenarbeit gerade anfangs des 16. Jahrhunderts einzugehen.

Dreifaltigkeitskirche kleinPassend zum Reformationsjubiläum erlebten die Gäste dann eine 90minütige Führung auf Luthers Spuren in Worms. Die Dreifaltigkeitskirche, ebenso die Magnuskirche sowie der Heylshof, mit modernen Installationen zum Jubiläum, wurden von der Stadtführerin präsentiert. Den Abschluss bildete die Betrachtung des gewaltigen Lutherdenkmals am Lutherplatz.

Unterbrochen wurde die Rückfahrt durch einen Aufenthalt auf Burg Nanstein, zu Landstuhl gehörend. Hier erfahren die sehr interessierten Personen zum Abschluss der Exkursion vieles über Franz von Sickingen, der im Zeitalter der Reformation aktiv war und unter seiner Ägide die erste Gemeinde im südwestdeutschen Raum gründete.