„Bau der Reichsautobahn in der Eifel (1939-1941/42)“

Im Rahmen der vom 21. Oktober bis 9. November präsentierten Ausstellung "Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Trierer Region im Getto Litzmannstadt" (siehe den Artikel "Zum 75. Jahrestag der ersten Deportation") " fand eine Begleitveranstaltung am 26.10. im Alten Rathaus am Marktplatz in Wittlich statt. Darin ging es vor allem um die 54 jüdischen Zwangsarbeiter aus Luxemburg, die bis Mitte Oktober 1941 im Autobahn-Lager Greimerath (neun Kilometer nördlich von Wittlich) interniert waren. 36 von ihnen wurden deportiert, darunter 29 ins Getto "Litzmannstadt".

Es referierten:

Wolfgang Schmitt-Kölzer (Wittlich) über sein neues Buch zur Zwangsarbeit an der Eifel-Autobahn (1939-1941/42), wobei er insbesondere auf die jüdischen Zwangsarbeiter aus Luxemburg einging.

Laurent Moyse (Luxemburg) über Jakob Finkelstein, der als Zwangsarbeiter in Greimerath war. Die gesamte Familie befand sich im Transport des 16. Oktober 1941 und wurde von den Nazis ermordet.

Dr. Jean-Paul Martin (Luxemburg) zur Biografie des Fritz Erich Hanau, der ebenfalls in Greimerath war und in letzter Sekunde nach Kuba fliehen konnte.

Monique Dabé (Luxemburg), Mitglied im Vorstand von MemoShoah, über eine anlässlich des Gedenkens durchgeführte Reise nach Warschau, Lodz und Chelmno und die Ziele der Organisation.